logo

Waldbrandgefahr: Ranger schlagen im Allschwiler Wald Alarm

Published on 1.1.1970

Waldbrände verhindern Ranger schlagen im Allschwiler Wald Alarm

Ranger kennen den Wald und jene, die darin Erholung suchen, gut. So können sie bei der aktuellen Trockenheit helfen, Brände zu verhindern.

Seit April patrouillieren im Wald bei Allschwil BL Ranger. Sie achten darauf, dass sich die Menschen an die Regeln halten, und vermitteln, wenn es zu Konflikten kommt.

Mann mit Bart in beiger Kleidung zeigt auf ein Informationsplakat im Wald.
Legende: Die meisten Leute halten sich an das Feuerverbot, sagt Alain Chambovey. Er ist der leitende Ranger beim Rangerdienst Allschwil und Binningen. Die aktuellen Regeln kennen aber nicht immer alle. SRF/Patrick Künzle

In der aktuellen Trockenperiode werden sie aber auch zu Brandbekämpfern. Meistens nicht, weil sie Brände löschen, sondern weil sie Alarm schlagen.

«Wir hatten in den vergangenen Wochen grosses Glück, dass es nicht zu einem Waldbrand gekommen ist», sagt Alain Chambovey, Ranger in Allschwil und Binningen.

Die Waldbrandgefahr schrecke Brandstifter nicht ab, glaubt Chambovey. Das zeigt ein Brand, den Chambovey gemeldet hat: Ein WC-Häuschen brannte. Es sei vermutlich extra angezündet worden. Zudem sei ein E-Scooter, der bei einem Baum abgestellt worden war, in Flammen aufgegangen. Weshalb, sei unklar.

Da haben wir die Glut gleich selbst gelöscht.

Kürzlich hat Chambovey aber auch selbst Hand angelegt. Er habe eine Feuerstelle voller Glut gesehen und gewusst, dass in der Nähe der Forstwart mit einem 600-Liter-Wasserbehälter ist. «Da habe ich ihn angerufen und wir haben die Glut gleich selbst gelöscht.»

Person mit Hemd und Fernglas steht neben einem Teich mit Seerosen im Hintergrund.
Legende: Alain Chambovey machte seine Ausbildung zum Ranger vor zehn Jahren. Seither ist er als Ranger unterwegs und engagiert sich auch im Verband Swiss-Rangers. SRF/Patrick Künzle

Während Ranger im Ausland, etwa in afrikanischen Ländern oder Spanien und Portugal, in der Brandbekämpfung ausgebildet werden, ist das in der Schweiz nicht so. Ranger sind beim Thema Feuer in der Schweiz vor allem präventiv tätig.

Alain Chambovey nennt ein Beispiel: Kürzlich habe er gesehen, wie jemand ein Auto auf einem Feld parkierte. «Da habe ich die Person darüber aufgeklärt, dass das zurzeit wegen der Waldbrandgefahr nicht erlaubt ist. Das heisse Auto könnte einen Brand auslösen.» Wie streng die Brandschutzregeln derzeit sind, und wie schnell ein Brand ausgelöst werden könne, sei nicht allen klar. «Wir sensibilisieren die Leute.»

Glücksfall Kinder

Bei seinen Rundgängen geht es aber längst nicht nur um Brandschutz. Meist gehe es darum, wie man sich im Wald verhalten soll. Und da seien es oft Kinder, die den Einstieg in ein Gespräch ermöglichten. «Kinder sind ein Glücksfall», sagt Chambovey. Zudem seien sie «der ultimative Multiplikator». Könne man Kinder für etwas begeistern, würden sie davon erzählen.

«Sie sprechen dann mit ihren Tanten, Onkeln und anderen Kindern darüber», sagt Alain Chambovey. «Später sind sie gut gerüstet, ihren eigenen Kindern den Wert der Natur weiterzugeben und ihnen zu erzählen, wie man sich in der Natur verhalten soll.» Und wenn Kinder wissen, wie gefährlich schon ein Funke während der Trockenheit ist, hilft auch das, Brände zu verhindern.

Regionaljournal Basel, 30.7.2026, 17:30 Uhr ; 

Comments

max. 250 characters