Wir erleben aktuell die zweite Hitzewelle dieses Sommers. Die Böden sind stark ausgetrocknet, was in der Natur deutlich sichtbar ist. Da besteht ein ungeahnter Zusammenhang.
Die Hitze verursacht nicht nur Trockenheit. Umgekehrt kann Trockenheit auch die Hitze verstärken. Der Prozess dahinter ist die Verdunstung von Wasser.
So funktioniert es
Die Sonne bestrahlt unseren Planeten mit Energie, und damit auch den Boden. Bei feuchtem Boden fliesst ein Teil dieser Sonnenenergie in das Verdunsten von Wasser. Der übrige Teil der Sonnenenergie erwärmt die Oberfläche und diese wiederum die Luft.
Wenn nun aber die Böden staubtrocken sind, kann kaum noch Wasser verdunsten. Folglich wird fast alle Sonnenenergie in die Erwärmung der Oberfläche gesteckt. Die Folge davon: Die Luft wird wärmer, oder eben heisser. Das kann mehrere Grad Unterschied ausmachen.
Die Böden trocknen nicht immer gleich schnell aus. Am schnellsten geschieht dies bei sonnigen und windigen Bedingungen. Die Bise lindert zwar unser Hitzeempfinden, trocknet die Böden aber rasch aus. Über längere Zeit trägt sie dazu bei, dass die Temperaturen wegen der fehlenden Verdunstung zusätzlich ansteigen.