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Essen bei hohen Temperaturen: Darauf kommt es an

Published on 1.1.1970

Auch wenn die Hitze auf den Magen schlägt, kommt der Körper nicht ohne Nahrung aus. Was tut ihm jetzt gut, und was lässt man besser bleiben? Gesundheitsredaktorin Regula Zehnder von SRF Wissen beantwortet die wichtigsten Fragen.

Regula Zehnder

SRF Fachredaktorin Gesundheit

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Regula Zehnder ist Fachredaktorin bei SRF Wissen.

Was isst man am besten, wenn es draussen heiss ist?

Am besten ist immer regional und saisonal. Der Garten und die Wochenmärkte haben jetzt viel einheimisches Gemüse und Früchte im Angebot: beispielsweise frische Tomaten – sie schmecken nie besser als jetzt –, Zucchetti, Beeren, Aprikosen, einheimische Melonen und vieles mehr. Gerade Tomaten, Zucchetti und Melonen sind auch ihres hohen Flüssigkeitsgehaltes wegen während dieser Tage besonders geeignet, da sie den Körper zusätzlich mit Flüssigkeit versorgen.

Isst man an Hitzetagen besser warm oder kalt?

Es kommt nicht so sehr darauf an, ob man warm oder kalt isst. Natürlich hat man im Moment eher wenig Lust auf schwere Kost. Für den Verdauungsprozess braucht es Energie und dabei wird Wärme freigesetzt. Man nennt das den «thermischen Effekt», kurz TEF. Eine amerikanische Übersichtsarbeit hat gezeigt, dass der TEF bei grösseren Mahlzeiten und bei proteinreichen Speisen steigt. Deshalb sind bei Hitze weniger üppige und weniger fleischlastige Mahlzeiten zu empfehlen.

Wie sieht es aus mit scharfen Speisen?

Scharfe Gewürze wie Wasabi, Meerrettich, Chili, Ingwer oder Senfpulver gelten als Heissmacher. Wer kennt sie nicht, die Schweissausbrüche bei einem scharfen Curry? Übrigens: In der traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Küche wird die thermische Wirkung von Lebensmitteln schon seit Langem genutzt. Es verwundert nicht, dass Tomaten, Zucchetti, Gurken und Melonen als kühlend gelten. Also genau die Gemüse, die im Moment bei uns Saison haben. Wintergemüse dagegen sorgt für Wärme.

Was gilt es bei der kalten Küche noch zu beachten?

Entscheidend ist bei hohen Temperaturen auch das richtige Servieren. Deshalb ist Tellerservice momentan vorzuziehen. Schüsseln mit leicht verderblichen Lebensmitteln immer im Kühlschrank aufbewahren. Im Sommer sind Chromstahlschüsseln ideal. Sie können Kälte speichern und kühlen so länger – vor allem, wenn man sie im Kühlschrank vorgekühlt hat. Wichtig ist auch: Alles mit viel Oberfläche verdirbt schneller. So etwa Linsensalat, Kichererbsensalat oder Couscous. Viel Oberfläche heisst auch viel Potenzial für krankmachende Mikroben. Aber auch die Zubereitung spielt eine Rolle.

Was gibt es für Tipps, wenn es um die Zubereitung geht?

Auf Tomaten und Mozzarella muss bei Hitze nicht verzichtet werden, man sollte aber mit dem Essig nicht sparen. Die Säure im Essig hat eine desinfizierende Wirkung. Salate deshalb bei Hitze grundsätzlich mit einer Vinaigrette servieren. Und zwar einer Vinaigrette, die über mehr Essig als Öl verfügt. Mittlerweile gibt es auch Essigsorten, die recht süss sind. Ich nehme immer weissen «Aceto Balsamico dolce». Zwei Esslöffel Essig, einen Esslöffel Öl, dazu kommen Salz, Pfeffer und frische Kräuter. Ist einem diese Vinaigrette zu sauer ist, gibt man einen Teelöffel Zucker oder Konfitüre dazu. Das nimmt dem Essig etwas die saure Spitze. Vom Zucker in der Vinaigrette merkt man darüber hinaus übrigens rein gar nichts.

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Aktuell, 4.8.2026, 11:40 Uhr ; 

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